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Ich habe letztens einen interessanten Artikel gelesen. Darin stand, als Blogger müsste man etwas zu erzählen haben. Das klingt für mich im ersten Moment auch ausgesprochen logisch, allerdings kam in mir schnell die Frage auf, was genau man in diesen kurzen Abständen, in denen Blogbeiträge veröffentlich werden, eigentlich erleben müsste, um bei jedem dann auch wirklich etwas zu sagen zu haben? Und wer entscheidet eigentlich, wann etwas erzählenswert und von Bedeutung ist? Und was ist, wenn man nichts zu erzählen hat, aber trotzdem etwas posten möchte?

So geht es mir gerade. Gedanklich bin ich schon auf dem Weg nach Amsterdam, obwohl ich noch nicht einmal meinen Koffer gepackt habe. Auch denke ich schon darüber nach, wie schön es sein wird, Wilma nächste Woche Samstag wieder abzuholen, obwohl wir sie gerade erst bei meinem Vater abgeliefert haben. Und ich bin gedanklich bei meinem baldigen Abendbrot, obwohl es bei Papa gerade erst vor Kurzem Apfelstrudel gab und ich noch gar nicht hungrig bin. Die Frage, die sich mir in diesem Moment stellt, ist, ob es nun besser ist, sich etwas Erzählenswertes auszudenken und Dinge zu Geschichten werden lässt, obwohl dies nicht authentisch wäre? Oder ist es authentischer über Nichtigkeiten zu schreiben, wenn es das ist, was einen aktuell tatsächlich beschäftigt?

Ist es authentisch, sich ein ALF-Shirt anzuziehen, obwohl man diese Sendung nicht mehr leiden mag? Weil man sie als Kind leiden mochte und sie einen an schöne Zeiten erinnert, in denen man in seinem Kinderzimmer in seiner ALF-Bettwäsche geschlafen hat und diese die weichste und tollste Bettwäsche der Welt für einen war? Und an die Momente, in denen man mit seinem großen Bruder ALF im Fernsehen gesehen hat und darüber nachgedacht hat, was passieren würde, wenn ALF bei einem zuhause lebt? Braucht eigentlich jeder Print eine Rechtfertigung? Oder reicht es, wenn man es schön findet? Oder ist auch das nicht authentisch genug?

So viele Fragen, so wenig Antwort.

Was denkt ihr? (Noch eine Frage….)

Das nächste Mal geht es hoffentlich sortierter weiter.

Bis dahin, adieu.

Some time ago, I read an interesting article about how bloggers will be successful. It said that you have to tell a story. Something. In first place, it seemed totally logic but then I quickly came to a point where I was wondering who is in charge of so many stories that he can always tell one in that short time of blog posts. And who decides about which story is worth being told? And what is to do when you don’t have a story but want to publish a blog post?

As I am. I am sitting here with my head on its way to Amsterdam even I haven’t started to pack my bag. I always thinks about how wonderful it will be to pick up Wilma next Saturday at my parents’ place even if we just left her there. And I think about what to have for dinner even if we just had Apple Strudel some moments ago and I am not even hungry. The questions I am trying to deal with is, is it better to talk about something unimportant and being authentic with it or to tell a story or to make something to a story when it’s not?

Is it also authentic to wear an ALF-shirt even if you haven’t seen the show for about 20 years because you didn’t like it anymore? Because you loved it as a kid and it reminds you to a wonderful time. Where you had the most comfy blue bed linen you ever slept in with ALF on it or the times you watched the show with your big brother and you were thinking about how life would be with ALF living at our place? Does a print on a shirt need to be justified or is it enough to like the print itself?

So many questions today. What do you think?