Nachdem ich im letzten Post euch ja einen kleinen Einblick in meine Pulli-Garderobe gegeben habe, fangen wir heute an zu zeigen, wie man Pullis so kombiniert, dass der Herbst und Winter klamottentechnisch nicht so langweilig wird, wie man immer gedacht hat. Und mit wir meine ich mich. Und mit man auch.

Damit ich also von der gefühlt ewig gleichen Oberbekleidung absehen kann, muss ich für andere Highlights in meinem Look sorgen. Und damit meine in wärmeren Jahreszeiten gekauften Lieblingsstücke nicht im Schrank versauern, müssen natürlich auch in Kälte herhalten, um mir morgens dieses kleine, kaum sichtbare Lächeln im Mundwinkel und Blitzen in den Augen zu geben, wenn ich am ersten Schaufenster vorbeilaufe und ganz ganz ganz ganz ganz unauffällig einen Blick hineinwerfe. Dieses Stück ist hier der Rock. Er ist zwar kaum zu sehen, aber ich weiß ja, dass ich ihn trage. Manchmal reicht das schon. Manch einer würde dies jetzt mit schöner Unterwäsche vergleichen, ich aber nicht. Ich vergleiche es mit bunten Socken. Meistens sieht sie keiner, wenn ich aber weiß, dass ich sie trage, fühlt es sich gut an. Und ein bisschen lustig. Diesen Rock kennt ihr vielleicht schon aus einer anderen Kombi: aus dem Sommer mit Could-Shoulder-Shirt und Brudiletten. Bei einem Textil, wie Leder, das so einen gewissen Ruf hat, brauche ich einen Stilbruch. Damals mit Badelatschen und heute nur wenig sichtbar mit Oversize Strickpullover drüber. An den Füßen beziehungsweise Beinen habe ich mich zu, für mich extrem mutige, Overknees entschieden. Fand ich schon immer toll, richtig kombiniert, habe ich mich aber nie getraut. Bis jetzt. Diese Stiefel haben nicht nur den Vorteil sehr gut auszusehen und auch dem Bein der Trägerin zu schmeicheln, sie halten das Bein zusätzlich warm, wie es keine Strumpfhose schafft. Toll Sache, diese Sache!

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Damit diese so mutige Overknee-Lederrock-Kombi für mich aber nicht zu aufregend wird, habe ich dann noch etwas mehr Textil darüber geschichtet: meinen neuen, wundervollen und perfektblauen Mantel. Und weil dieses perfekte Blau so perfekt zu Grautönen passt und mein Hals bereits bei ca. 18° zu frieren beginnt, kam dieses hellgraue Schalschätzchen auch noch zum Einsatz.

Und was soll ich sagen? Die ersten Schritte waren etwas unsicher. Und dann kam das Schaufenster. Und das leichte, kaum sichtbare Schmunzeln in der Mundpartie und der kleine Blitz in den Augen. Würde es sich nicht reimen, würde ich hier gern so etwas sagen, wie: Mut tut gut. Weil er es tut. Aber ich habe eine Abneigung gegen Reime außerhalb von Musik und Büchern. Daher formuliere ich es um: Richtig das Mic gedroppt, Mut! Nice Sache! Und High5 an mich selbst.

Das war es für heute von mir, auch an euch geht ein High5.

xx.

Mantel – Mango // Pulli – Zara // Rock – ASOS (ähnlich) // Schuhe – Zara // Schal – Gina Tricot